Content organisieren dank Social Media Redaktionsplan [inkl. Excel-Vorlage für 2019/2020]

Social Media lebt von qualitativ hochwertigen und zielgruppengerechten Inhalten, ohne die eine Community nicht aufgebaut werden würde und Interaktion nicht stattfände. Diese kontinuierlich bereitgestellten Inhalte müssen gut organisiert werden. Ein tolles Hilfsmittel dafür ist ein Social Media Redaktionsplan.

Nutzen Sie ein klassisches Planungstool aus den Print-Redaktionen – Organisieren Sie Ihre Posts und Beiträge in einem Redaktionskalender.

Print-Redaktionen verwenden schon seit jeher redaktionelle Kalender für die Planung und Organisation regelmäßiger Veröffentlichungen. Was in der „Offline-Welt“ bestens erprobt ist, funktioniert auch in der „Online-Welt“. Social-Media-Inhalte können durch solch einen detaillierten Zeitplan prima im Voraus geplant werden.

Die Vorteile eines solchen Content-Kalenders liegen auf der Hand.

Er verschafft uns nicht nur einen Zeit- und Termin-Überblick, Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden auch klar geregelt und übersichtlich dokumentiert. Das erleichtert vor allem die Arbeit im Team. Darüber hinaus werden wichtige Termine nicht mehr vergessen und eine saubere Vorausplanung wird möglich, was wiederum die Ressourceneinteilung unterstützt. Ein Redaktionsplan hilft außerdem beim Ideenmanagement sowie der Dokumentation und Auswertung aller Aktivitäten.

Erst die Strategie, dann der Redaktionsplan!

Der Redaktionsplan ist ein operatives Tool, mit dem Sie Ihren Social Media Content planen und organisieren können. Bevor Sie aber damit beginnen, Ihre Postings und Beträge zu erstellen, muss eine Strategie entwickelt werden. Sie ist das Fundament Ihrer Maßnahmen-Entscheidungen und regelt den strategischen und strukturellen Umgang mit den Inhalten in Abhängigkeit Ihrer Zielstellung und Zielgruppen.

Lese-Tipp: »Zeit für die Social Media Marketing-Planung für 2015! Aber wo anfangen?«

Wie sieht ein Redaktionsplan genau aus?

Ein Redaktionsplan ist ein (meist tabellarischer) Kalender, in dem Sie die Beiträge notieren, die Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt publizieren wollen.
Die Form und Art der Darstellung des Kalenders ist Ihnen überlassen. Welche Punkte der Plan beinhaltet, hängt ebenfalls von Ihren individuellen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen ab.

 

Beispielhafter Aufbau eines Social Media Redaktionsplanes

Es empfiehlt sich, dass der Plan jedoch mindestens regelt:

  • Was: Und welcher konkrete Inhalt zu welchem Thema publiziert wird (Titel / kurze Beschreibung / ergänzende Medien)
  • Wer: Welche Person für die Erstellung, die Qualitätssicherung und Freigabe sowie das Publizieren der Beiträge verantwortlich ist
  • Status: In welchem Bearbeitungsstatus sich der Artikel befindet
  • Wann: An welchem Tag und zu welcher Zeit ein Beitrag veröffentlicht werden soll und welche sonstigen Deadlines zu beachten sind
  • Wo: Auf welcher bzw. welchen Plattformen der Beitrag erscheinen soll

Ergänzen Sie je nach Gusto weitere Informationen, wie beispielsweise zu verwendende Hashtags, Call-To-Actions, Kampagnenzuordnungen oder Zielbeschreibungen.

Nicht überbürokratisieren

Bedenken Sie, dass der Plan übersichtlich bleiben sollte. Dokumentieren Sie also nur so viel wie tatsächlich nötig und nicht alles, was irgendwie möglich ist. Schließlich kostet auch die Pflege eines Content Kalenders einiges an Zeit und diese ist in den meisten Social Media Teams kostbar.

Welche Tools und Vorlagen gibt es?

Finden Sie das Werkzeug, das für Sie uns Ihre Organisation am besten passt. Sie können aus einer Vielzahl an Templates sowie kostenpflichtigen und kostenlosen Systemen wählen. Beispielsweise:

  • Klassischer Wandkalender (ja, der aus Papier 😉 )
  • Outlook-Kalender oder Google-Kalender
  • PlugIns, wie WP Editorial Calendar für WordPress
  • Scompler
  • Trello
  • Swat.io, buffer.com, Hootsuite.com & Co.
  • Unsere Social Media Redaktionsplan-Excel-Vorlage
  • u.v.m.

 

Mustervorlage für einen Social Media Redaktionsplan 2019-2020: Hier können Sie sich das aktuelle Social Media Redaktionsplan-Template im Excel-Format kostenfrei herunterladen!

 

Wann und wie oft wird der Redaktionsplan aktualisiert?

Ihren Redaktionsplan können Sie bereits im Voraus für ein Kalenderjahr mit den schon feststehenden oder vorhersehbaren Terminen und Daten befüllen.

Beispielsweise:

  • Wichtige Messe- und Veranstaltungstermine
  • Branchenrelevante Termine
  • Jubiläen und sonstige Firmenereignisse
  • Kampagnendaten oder Daten für Produktneuerscheinungen
  • Feiertage (Ostern, Weihnachten, etc.), Thementage, Ferien
  • Sonstige relevante Ereignisse
  • etc.

Trotz Plan agil bleiben

Ein Redaktionsplan ist natürlich nicht in Stein gemeißelt. Er formt die Leitplanken Ihrer Arbeit, muss sich aber auch schnell und flexibel an tagesaktuelle Geschehnisse oder unvorhersehbare Gegebenheiten anpassen lassen.
Eventuell überschneiden sich aktuelle, wichtige Ereignisse mit den vorab geplanten Inhalten. Hier gilt: lieber aktuelle Themen aufgreifen und langfristig geplanten Content besser verschieben oder inhaltlich ändern.

Den Plan im Team ausarbeiten

In den meisten Unternehmen wird der grob angelegte Redaktionsplan dann in wöchentlichen Redaktionssitzungen für die folgende Woche konkretisiert und detailliert aufbereitet. Unternehmen mit vielen Inhalten und aus besonders schnelllebigen Branchen führen sogar tägliche Redaktionssitzungen durch.

Inspirationen: Woher kommen Inhalte für den Redaktionsplan?

Ein Redaktionsplan befüllt sich natürlich nicht von selbst, sondern ist das Ergebnis einer kreativen und fleißigen Arbeit des Social Media Teams.

Basis für die Inhalte bildet die Content-Strategie / das Social Media Konzept, denn Sie müssen natürlich wissen, wen Sie konkret ansprechen wollen (Zielgruppe) und was ihr Ziel dabei ist.

Das kann helfen, Themen- und Beitragsideen zu entwickeln:

  • Brainstorming im Team
  • Einbeziehen anderer Unternehmensbereiche, wie Vertrieb, Support oder Produktentwicklung
  • Angesagte Themen im Web finden und geschickt aufgreifen
  • Wettbewerb und „Big Player“ beobachten und von deren Ideen inspirieren lassen
  • Daten aus Monitoring- und Analysetools, die aufzeigen, welche Inhalte für die User besonders relevant sind oder wonach sie besonders häufig suchen
  • Aktuelle Geschehnisse aufgreifen
  • Bereits vorhandene Inhalte, wie Studien, Interviews, FAQ´s entdecken und aufbereiten
  • Tatsächlich gestellte Kundenfragen beantworten
  • Follower einbeziehen, z. B. in Form von Umfragen
  • U.v.m.

Backup-Content vorhalten

Manchmal verschlingt einen das Tagesgeschäft und jeder wird auch einmal krank. In dieser Zeit dürfen die Social Media-Kanäle jedoch nicht stillstehen. Bereiten Sie am besten einige zeitlose Backup-Beiträge vor, die spontan eingesetzt werden können, sollte einmal keine Zeit für die Erstellung von Content da sein.

Content für den User erstellen

Bedenken Sie stets, dass der Inhalt für Ihre Zielgruppe relevant sein muss. Ihre Inhalte müssen dem User einen (funktionalen oder emotionalen) Mehrwert bieten, ihn anregen und ansprechen. Wird Ihr Inhalt nicht als Vorteil oder relevante Information wahrgenommen, wird ihr Beitrag weder gefunden, noch gelesen oder geliked und geteilt. Eine gute Planung Ihrer Inhalte ist also essentiell.

Sie haben unser Template noch nicht heruntergeladen? Jetzt aber schnell… 🙂

Bereits seit 2012 gibt es ihn: unseren Social Media Redaktionsplan als Excel-Vorlage.
Jährlich wird die Vorlage seither aktualisiert und steht nun für die Jahre 2019-2020 zum Download bereit.

Social Media Redaktionspla von SinnWert

 

Ihr Input ist gefragt!

Haben Sie Ideen, Wünsche oder Anregungen für den Social Media Redaktionsplan? Was könnte besser sein? Was fehlt? Was ist besonders nützlich? Sagen Sie´s einfach per Kommentar!

 

.sinnwert-marketing.de/kontakt


Über den Autor:

Rita LöschkeRita Löschke ist Expertin für strategisches Marketing und Geschäftsführerin der SinnWert Marketing GmbH.

Seit mehr als 16 Jahren ist Marketing ihr Broterwerb und ihre Leidenschaft. Sie trainiert, berät und unterstützt KMU-Marketer und Geschäftsführer in Marketingfragen. www.sinnwert-marketing.de


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