Kleines Budget – großer Effekt: Mit 9 Tipps für Mittelständler zur erfolgreichen Facebook-Kampagne (Gastartikel)

Facebook-Icon_SchattenMit derzeit über 19 Millionen täglichen Nutzern ist Facebook das erfolgreichste Social Network in Deutschland. Besonders interessant ist Facebook für mittelständische Unternehmen, denn: Bereits mit wenig Budget und Zeitaufwand können Sie hier viel erreichen! Außerdem bietet Facebook die Möglichkeit, durch eine Vielzahl spezifischer Targeting-Optionen Ihre Zielgruppe genau anzusprechen. Damit sparen Sie teure Streu-Verluste.
Nutzen auch Sie Facebook, um Millionen von Kunden gezielt zu erreichen! Anders als vielleicht angenommen ist der durchschnittliche deutsche Facebook-Nutzer 38,7 Jahre alt. Das heißt Facebook ist schon lange keine Plattform für ausschließlich Jugendliche oder junge Erwachsene mehr. Auch Ihre Zielgruppe ist auf Facebook und kann hier gezielt beworben werden.

Wie Sie auf Facebook mit einem geringen Werbe-Budget große Erfolge feiern können, erfahren Sie in diesen 9 Tipps:

1.    Kampagnen-Ziel festlegen

Überlegen Sie sich von Anfang an, was Sie mit Ihrer Facebook-Kampagne erreichen möchten. Die Definition eines Zieles und preislichen Zielvorgaben sind wichtige Aspekte für die Steuerung und Kontrolle der Kampagne.
Mögliche Kampagnen-Ziele können die Folgenden sein:

  • Generierung von „aktiven“ Fans: Nutzen Sie Ihre Kampagne dazu, Ihr Unternehmen und Ihre Marke zu präsentieren. Bieten Sie Ihren Fans Informationen an, kommunizieren und moderieren Sie. Sie werden sehen – das zahlt sich aus, DENN: Je mehr Interaktion auf Ihrer Facebook-Seite stattfindet, desto höher Reichweite.
  • Lead-Generierung: Als prominenter Absatz- und Verkaufskanal eignen sich Facebook-Anzeigen zur Leadgenerierung – Social Media generiert nämlich doppelt so viele Leads wie traditionelle Tools.
  • Gewinnung von Traffic für die Homepage: Verlinken Sie Ihre Facebook-Anzeige auf Ihre Homepage und machen Sie Nutzer dort auf Ihr Angebot aufmerksam. Diese Art von Werbung eignet sich vor allem für Online-Shops, da einzelne Produkte auf Facebook beworben werden können und die Anzeigen direkt auf die Artikel-Seite im Shop leiten können.
  • Bewerben von Mobile Apps: Facebook ist eine der meist genutzten Mobile Apps der Welt und bietet sich somit als perfekte Plattform für die Bewerbung Ihrer App an.

2.    Kreative Anzeigentexte

Um zu überzeugen brauchen Sie Anzeigentexte, die auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden eingehen. Kreativität zahlt sich hierbei aus – nutzen Sie Zahlen, den Begriff „auf Facebook“, Handlungsaufforderungen wie „Jetzt kaufen!“ oder „Hier klicken!“ und Sonderzeichen, um sich von anderen Anzeigen im Umfeld abzuheben. %, ***, © oder » sind gute Zeichen, um eine kreative Anzeige zu gestalten.
Außerdem gilt, je mehr sich der User mit Ihrer Anzeige identifizieren kann, desto wahrscheinlicher klickt er darauf. Verzichten Sie  hingegen auf Phrasen, die jeder schon 1.000 Mal gehört hat.

3.    Aussagekräftige und passende Anzeigenbilder

Bilder haben einen großen Einfluss auf die CTR (Klickrate: Klicks/Impressions) einer Anzeige und stellen damit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Anzeigen dar. Sind beispielsweise Personen abgebildet, so wird statistisch gesehen häufiger auf die Anzeige geklickt. Auch der Farb-Hintergrund spielt eine Rolle, lila oder gelbe Farbflächen sind am erfolgreichsten. Ebenso sind Blickwinkel und Bildeinstellung maßgebend für die Wirksamkeit einer Anzeige: Nahaufnahmen von Produkten und Personen sorgen für die höchste Klickrate. ACHTUNG: Dies sind Statistiken, keine Pauschal-Aussagen. Es kommt bei dem „perfekten“ Anzeigenbild auch immer auf die Zielgruppe und deren Vorlieben an.
Zusätzlich gilt es, die 20% Text-Regel von Facebook zu beachten. Diese besagt, dass Werbeanzeigen und gesponserte Meldungen in den Neuigkeiten keine Bilder enthalten dürfen, die aus mehr als 20 % Text bestehen.

4.    Targeting festlegen

Facebook bietet die Möglichkeit, die Zielgruppe genau zu definieren. Dabei lassen sich für jede Anzeige folgende Targeting-Parameter auswählen:

  • Geographie (Land, Wohnort)
  • Demographie (Alter, Geschlecht, Sprache)
  • Persönliche Angaben (sexuelle Orientierung, Beziehungsstatus, Ausbildung, Beschäftigung)
  • Interessen (z.B. Handball, Mode, Reisen)
  • Verbindungen (Personen, deren Freunde mit der eigenen Seite verbunden sind)

Testen Sie diese Targeting-Parameter in unterschiedlichen Anzeigen und optimieren Sie so Ihre Kampagne. Um eine gewisse Reichweite sicherzustellen, sollten Sie die Targeting-Kriterien nicht zu spezifisch auswählen. Ist die potenzielle Zielgruppe kleiner als 1.000 Nutzer, erscheint eine Meldung, dass die Reichweite zu gering ist.

5.    Kampagnen-Gebote

Sie können für Ihre Facebook-Kampagne zwischen 3 Gebots-Strategien wählen:

  1. CPC: Bei der „Cost-per-Click“ Gebots-Strategie erfolgt die Abrechnung anhand der in einer Kampagne erreichten Klicks. Dabei legen Sie selbst fest, wie viel Sie maximal für einen Klick ausgeben wollen. Für Anfänger eignet sich diese Strategie am besten, da eine volle Kostenkontrolle gewährleistet ist.
  2. CPM: „Cost-per-Mille“ steht für die Kosten pro 1000 Impressionen. Das Gebot basiert darauf, wie viel Sie für 1000 Impressionen maximal zu zahlen bereit sind. Klicks spielen hierbei keine Rolle.
  3. OCPM: Ist die Abkürzung von “Optimized CPM”. Bei dieser Strategie zahlen Sie für die ausgelieferten Anzeigen. Dabei verfolgt Facebook das von Ihnen vorher definierte Ziel und optimiert die Anzeigen-Auslieferung dahingehend.

Facebook schlägt Ihnen je nach Zielgruppe, Konkurrenz und anderen, teils unbestimmten, Faktoren eine Gebots-Spanne für Ihr Anfangs-Gebot vor. Erfahrungen zeigen, dass die Gebote anfänglich an den höchsten Preisvorschlag angepasst werden sollten, um ausreichend Impressionen und Klicks zu generieren. Das erscheint in vielen Fällen zwar sehr hoch, doch der tatsächlich CPC liegt immer unter dem eigenen Maximalgebot. Wenn Sie einmal ausgeliefert werden und Klicks generieren, können Sie das Gebot immer noch drosseln.

6.    Anzeigen regelmäßig erneuern

Facebook Anzeigen haben oft nur einen kurzen Lebenszyklus. Sobald die Reichweite einer Anzeige sinkt, Sie diese dennoch weiter laufen lassen wollen, dann kopieren Sie die Anzeige, fügen sie erneut ein und löschen die alte Anzeige.
Als perfektes Tool für das Anzeigenmanagement eignet sich der Facebook Powereditor. In diesem können Sie mehrere Änderungen gleichzeitig und vereinfacht offline durchführen, bevor Sie diese dann online stellen. Beachten Sie: Der Powereditor funktioniert nur im Google-Browser Chrome.

7.    Anzeigen-Tests durchführen

Zur Anzeigen-Optimierung eignen sich Tests. Testen Sie beispielsweise den Text oder das Bild der Anzeige und finden Sie heraus, was Ihre Zielgruppe überzeugt. Nicht zuletzt sparen Sie durch die Effizienz-Steigerung Budget ein. Achtung: Testen Sie immer nur eine Variable, um die Verbesserung/Verschlechterung der CTR auf die richtige Änderung zurück führen zu können. Stellen Sie pro Kampagne maximal 3-5 Anzeigen ein. Facebook spielt automatisch die erfolgreichste Anzeige am häufigsten aus. Falls sich Ihre Anzeigen durch mehr als eine Variable voneinander abgrenzen, lohnt es sich, mehrere Kampagnen zum Testing anzulegen.

8.    Kampagnenbudget/-Laufzeit festlegen

Legen Sie für Ihre Kampagne ein Tagesbudget fest, welches Sie bereit sind auszugeben. Dieses wird von Facebook eventuell nicht immer ganz ausgegeben, jedoch niemals überschritten und Sie behalten Ihre Kosten immer im Auge. Um Ihre Kampagne erfolgreich anlaufen zu lassen, genügt bereits ein Tagesbudget von mindestens 15€. Wenn die Kampagne einmal optimiert ist und viele Klicks generiert, kann man das Tagesbudget drosseln. Denn auf Facebook gilt: Oft geklickte Werbe-Anzeigen werden mit niedrigen Kosten belohnt.

Als weitere Option können Sie eine Kampagnen-Laufzeit festlegen, um ihr Gesamtbudget nicht zu überschreiten. Zu gegebenem Zeitpunkt wird Ihre Kampagne dann automatisch beendet, unabhängig davon, wie viel bis dahin ausgegeben wurde.

9.    Facebook Remarketing einrichten

Um vergangene Website-Besucher erneut anzusprechen, eignet sich das Facebook Remarketing. Im Zweitkontakt können Sie den Besucher nun für sich gewinnen und zum Abschluss kommen. Retargeting über Facebook Exchange (FBX) ist pixelbasiert. D.h. ein Pixel wird auf Ihrer Webseite hinterlegt, das den Besucher registriert. Anhand dessen identifiziert Facebook später den Nutzer und liefert Ihre Anzeige aus. Derzeit ist FBX nur über Drittanbieter verfügbar und nicht über Facebook Ads. Wie Sie Retargeting auf Ihrer Facebook-Seite integrieren, lesen Sie hier.

Facebook Anzeigen machen es Ihnen sehr einfach, eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen. Beachten Sie jedoch, dass zu einer erfolgreichen Kampagne auch gutes Community Management gehört.  Darum sollten Sie neben einem Werbe-Budget auch Zeit für Facebook Wall-Management einplanen. Je besser Sie Ihre Zielgruppe kennen, desto besser können Sie auf deren Bedürfnisse und Wünsche eingehen.
ABER: Facebook-Marketing eignet sich nicht für jedes Unternehmen. Ein Metzger beispielsweise, der mit seinen Fleisch-Spezialitäten wirbt wird vermutlich auf Kritik stoßen, da die Facebook Fangemeinde oft mit negativen Posts auf solche Themen reagiert. Das angestrebte Kampagnen-Ziel kann so nicht erreicht werden. Weiterhin sollten alle Inhalte der Kampagne den Facebook Richtlinien und Geschäftsbedingungen entsprechen.

 


Über die Autorin:
Julia_WoschkoJulia Woschko ist Mitarbeiterin einer Online-Marketing Agentur im Herzen von Köln. Dort gestaltet sie die Internetlandschaft mit und schreibt im hauseigenen Blog über die Themen, die sie begeistern: Suchmaschinen- und Facebook-Marketing sowie Landingpageerstellung und –optimierung.


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