Bezahlte Suchmaschinenwerbung mit Googles AdWords für Ihr Unternehmen? (Gastartikel)

GoogleGoogles bezahlte Werbung über AdWords profitiert von einer sehr hohen Reichweite im deutschsprachigen Raum. Denn nahezu jeder Internetnutzer benutzt die Suchmaschine täglich, und erhält mit der Suchanfrage auch meist Werbe-Anzeigen der Suchmaschine. Auch Ihre Zielgruppe verwendet die Google Suche – die Frage ist aber: Rechnet sich diese Werbeform für Sie und Ihr Unternehmen?

Das ist Google AdWords

Google ist hierzulande der größte Anbieter von Suchmaschinenwerbung (SEA). Über das Online-Tool „Google AdWords“ können Sie Anzeigen in der Google Suche schalten. Außerdem stellen viele Betreiber Ihre Webseiten verschiedenster Themen und Größen für Googles Werbe-Netzwerk zur Verfügung. Auf deren Webseiten können Sie daher ebenfalls Werbung schalten. Die Abrechnung erfolgt zumeist per Klick, sie zahlen also pro Besuch auf Ihre Webseite.

Ihre Branche und Ihr Produkt

Klicks auf Ihre Anzeige kosten unterschiedlich viel von wenigen Cents bis zu einem zweistelligen Eurobetrag. Und das alleine dafür, dass sie einen Besucher mehr haben, den Sie dann noch von Ihrem Portfolio überzeugen müssen. Je nach Marge kann es also sein, dass auch ein gut optimiertes AdWords-Konto sich nicht für bestimmte Produkte und Dienstleistungen lohnt. Klickpreise können Sie mit dem Google-eigenen, kostenlosen Tool „Keyword-Planer“ einsehen, wenn Sie ein Google Konto haben. Eine Quote von 1-3% bei der Konvertierung von Besuchern zu tatsächlichen Käufen ist ein realistischer Wert für eine wenig optimierte Webseite. Ihre Marge sollte also größer sein als das fünfzigfache des Klickpreises.

Sollte Ihre Marge knapp nicht gedeckt werden, denken Sie daran: Die Klickpreise sind ein erster Richtwert, der durch eine Optimierung gesenkt werden kann. Zudem können Sie durch eine gute Kundenbindung erzielen, dass Ihre Kunden mehr als einmal kaufen. Ein anderer Grund für eine zunächst unrentable AdWords-Strategie könnte der Branding-Effekt für Ihre Marke sein.

Ihre Zielgruppe

Durch verschiedene Einstellungsmöglichkeiten können Sie die Anzeigen beispielsweise zu bestimmten Tageszeiten schalten, spezielle Unterseiten bewerben oder auf spezielle Geräte ausrichten. Mit dem richtigen Wissen ist es also möglich, Ihre Zielgruppe sehr gezielt anzusprechen. Je nach Branche kann es allerdings sein, dass eine zu starke Eingrenzung die Besucherzahlen von AdWords sehr gering hält. Hier gilt es, sinnvolle Eingrenzungen zu finden.

Der zuständige Bearbeiter

Ein AdWords-Konto braucht regelmäßige Kontrolle. Denn kleinere Fehleinstellungen können über die Zeit teures Eigenleben entwickeln. Kalkulieren Sie also mindestens einmal im Monat etwas Zeit ein, um die aktuellen Einstellungen und die Qualität der Besucherströme zu prüfen.

Mehr als eine Person im Unternehmen sollte zumindest in Grundzügen Bescheid wissen, was bei der laufenden Werbung über AdWords regelmäßig geprüft werden sollte. Denn ohne eine solche Notfall-Vertretung kann ein Konto schnell in Vergessenheit geraten.

Ihre Webseite

Auch Ihre Webseite sollten Sie bedenken, denn AdWords ist nur bei funktionierenden Webseiten sinnvoll. Ansonsten geben Sie Geld für Traffic aus, der aufgrund von Fehlern auf der Seite, fehlenden Angebotsbeschreibungen oder anderen Hürden gar nicht zu Kunden werden kann. In solchen Fällen sollten Sie zunächst die Webseite selbst angehen.

Außerdem sollten Sie ein Tracking auf Ihrer Webseite integriert haben. Denn nur wenn Sie ein Tracking eingebunden haben, können Sie abwägen, welcher Erfolg AdWords zuzumessen ist. Hierzu bietet sich Googles „Analytics“ an. Bereits mit den Standard-Einstellungen können Sie viele Erkenntnisse gewinnen. Für eine optimale Auswertung sollten Sie allerdings mindestens Conversions definieren, die AdWords dann automatisch den Kosten zuordnet.

Diese Übersicht sollte Ihnen eine erste Hilfe sein, um einzuschätzen, ob AdWords für Sie interessant ist. Daneben lohnt sich aber je nach Unternehmen auch ein Blick über den Tellerrand: Microsoft bietet beispielsweise mit Bing eine eigene Suchmaschine an, die in vielen Tools integriert ist. Hier ist die Reichweite geringer, aber auch die Kosten je Klick sind teilweise einen Blick wert. Auch Facebook sieht sich mittlerweile als Suchmaschine, die Buchungen von Anzeigen anbietet.


Autorenbild-Martina-KölschÜber die Autorin:
Martina Kölsch arbeitet seit mehreren Jahren bei der Internetagentur mindshape GmbH in Köln als Online Marketing Managerin.

Unter anderem betreut Sie hier auch AdWords-Konten verschiedener Kunden.


 

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