Die Monetarisierung der eigenen Homepage

Viele Betreiber von Webseiten träumen davon, eines Tages Geld mit ihrer Homepage zu verdienen. Sei es ein kleines Zubrot, das die wichtigsten Rechnungen zahlt, oder Einkommen im großen Stil, welches auch ausgefallenere Wünsche zu erfüllen imstande ist. Das ist zwar durchaus möglich, jedoch liegt bis zum Erreichen dieser Ziele ein sehr steiniger Weg vor Ihnen. Ein Grund bereits im Vorfeld die Segel zu streichen ist das aber nicht. Mit der richtigen Strategie erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit ihre Seite erfolgreich zu monetarisieren ungemein. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff genau und welche Strategien sorgen für die besten Ergebnisse?

Was ist Monetarisierung?

Monetarisierung bedeutet nichts anderes, als dass Sie Ihre Webseite zu Geld machen. Für dieses Ziel gibt es diverse Strategien, Mittel und Pfade. Ein Königsweg existiert nicht. Was für den Einen funktionieren kann, ist für den Anderen möglicherweise die komplett falsche Herangehensweise.

Doch es gibt klare Regeln, an denen Sie sich entlangtasten sollten. Die wichtigste Voraussetzung für Monetarisierung ist Traffic. Solange sich auf der Page nicht mindestens niedrige vierstellige Besucherzahlen im Monat tummeln, ist auch an Geld verdienen kaum zu denken. Deshalb gilt es zunächst einmal dafür zu sorgen, Traffic auf die Seite zu bringen und die Nutzer dann möglichst auch dauerhaft zu binden.

Damit dies gelingt, sollten die Inhalte Ihrer Webseite möglichst einzigartig sein. Ein guter Matchplan beinhaltet eine klare Vision der Homepage-Thematik. Können Sie eine Nische mit originellen Inhalten bedienen, die gleichzeitig relevant genug sind, um genügend User anzulocken? Wenn ja, sind das schon gute Voraussetzungen. Als nächstes sollten Sie darauf achten, sich kontinuierlich (!) um neuen Content auf Ihrer Seite zu kümmern. Vier Posts am Tag und dann wieder einen Monat Flaute funktioniert als Ansatz wohl kaum. Sorgen Sie sich insbesondere um Suchmaschinenoptimierung (bei WordPress helfen hier passende Plugins, wie „SEO by YOAST“), setzen Sie aktiv Links auf themenverwandte und hochwertige Inhalte populärer Seiten und vernetzen Sie die Inhalte ihrer eigenen Webseite untereinander, wo immer es sinnvoll ist. Beschäftigen Sie sich auch mit Social Media. Oft kann hierüber ein beachtlicher Anteil des Traffics generiert werden.

Haben Sie die „Infrastruktur“ gelegt, ist die Chance auf ordentlichen Traffic bedeutend höher, als wenn Sie diese wichtigen Basics nicht beachten. Haben Sie eine kritische Masse an Besuchern im Monat erreicht, geht es dann endlich an die eigentliche Monetarisierung

Möglichkeiten der Monetarisierung

Bei der Monetarisierung unterscheidet man beispielsweise zwischen

  • klassischer Online-Werbung (z.B. AdSense),
  • Affiliate-Marketing,
  • Sponsored Posts
  • und dem Verkaufen von Webprojekten.

Je nach Reichweite empfiehlt sich eine Methode eher als die andere und auch die (theoretischen) Verdienstmöglichkeiten schwanken stark.

Methode 1: Klassische Online-Werbung (nötiger Traffic: hoch)

Die älteste Methode mit Webseiten Geld zu verdienen ist wohl das Einbinden von Online-Werbung in den Webauftritt. Google AdSense ist dabei der verbreitetste Anbieter für Performance-Werbung, also Werbung, bei der die Umsätze von den Klickzahlen (CPC) oder den Impressions (CPM) auf ein Banner abgerechnet werden und bei der die Anzeigen meist auf den Betrachter abgestimmt werden. Hierfür benötigen Sie aber bereits einen ordentlich Traffic auf Ihrer Seite. Die CPM werden üblicherweise pro 1000 abgerechnet, was deutlich macht, dass diese Art der Werbung auf kleinen Seiten wenig Sinn macht. Der Vorteil bei Programmen wie AdSense zeigt sich jedoch an anderer Stelle: Da sich der Algorithmus stets selbst optimiert, passen sich die Werbeinhalte an die Webseite an und erhöhen somit die Klickrate, wodurch wiederum potenziell mehr Umsatz generiert werden kann.

Übertreiben sollte man es damit jedoch nicht, denn einerseits nutzen in Deutschland bereits knapp 25 Prozent der Internetuser diverse Formen von Adblockern und andererseits vergraulen Sie sich auch schnell Ihre Leser und Zuschauer, wenn Sie ihren Webauftritt großflächig mit Werbung zukleistern. Empfehlenswert ist auch die Sondierung der Zielgruppenpotenziale über den Google Keyword Planer, der bei der Anzeigenplanung gute Dienste leisten kann.

Eine Alternative besteht hier auch in der Vermietung von Werbeflächen an Partner, die Sie persönlich kontaktieren. Hierbei kommt es auch auf Ihr Verhandlungsgeschick an, was eine zusätzliche Hürde darstellt, sich aber äußerst positiv auswirken kann. Eine besondere Form dieser Werbung ist der sogenannte „Sponsored Post“, oder Advertorial. Dabei handelt es sich um einen gekennzeichneten Artikel eines Werbekunden, der in Absprache mit der Redaktion oder dem Verantwortlichen der Webseite publiziert wird und abgesehen von der Kennzeichnung als Advertorial meist kaum von einem gewöhnlichen Artikel zu unterscheiden ist, da er den Anschein eines redaktionellen Beitrags erweckt.

Advertorials sind vor allem bei Webseiten mit hoher Reichweite eine gute Möglichkeit der Monetarisierung.

2. Affiliate-Programme (nötiger Traffic: hoch)

Eine ganz andere Möglichkeit der Monetarisierung von Webseiten bietet sich über sogenannte Affiliate-Programme. Affiliate Marketing wird inzwischen von vielen Online-Händlern angeboten, allen voran Amazon. Die Vorgehensweise ist einfach erklärt: Über einen Link auf Ihrer Homepage, schicken Sie die User auf die Plattform des jeweiligen Anbieters. Kauft der Kunde nun ein Produkt, erhalten Sie einen geringen Anteil am Erlös. Die übliche Abrechnungsmethode für Provisionen sind Sales oder Leads.

Affiliate-Marketing eignet sich besonders für Webseiten, die Nischen bedienen. Die Faustregel lautet: Je enger der Fokus, desto sinnvoller können Affiliate-Programme sein, da die User eine starke Bindung zum Thema aufweisen. Einige Seiten sind damit so erfolgreich, dass sie ihre Einnahmen zu 100 Prozent aus Affiliate-Links generieren.

3. Eigene Produkte verkaufen (nötiger Traffic: niedrig)

Eine aufwendige aber potenziell sehr lohnenswerte Spielart der Monetarisierung ist der Verkauf von eigenen Online-Produkten und Dienstleistungen. Auch hier profitieren gerade Webseiten mit engem Fokus, da man eigene Produkte wunderbar auf die jeweiligen Zielgruppen anpassen kann. Sie sind meistens der logische nächste Schritt, nach erfolgreicher Affiliate-Monetarisierung. Die Möglichkeiten hierbei sind vielfältig und reichen von einem Onlineshop mit T-Shirts oder Fanartikeln, bis hin zu Serviceprodukten, wie eBooks. Letztere sind – abgesehen vom Zeitaufwand – günstig zu erstellen und bieten zudem die Möglichkeit, sich einen Ruf als Experte eines bestimmten Fachgebiets zu sichern.

Eine weitere Option ist die Querfinanzierung über Dienstleistungen. Bieten Sie einen Service an, wie beispielsweise das Design von Webseiten oder sind Sie Texter oder Entwickler, dann können Sie über dauerhafte und hochwertige Inhalte, die sie auf ihrer Webseite veröffentlichen, indirekt Aufträge an Land ziehen. Dazu muss der Mehrwert jedoch signifikant sein und hohe Qualität aufweisen.

4. Spenden (nötiger Traffic: mittel)

Eine Holzhammermethode, die nur in seltenen Fällen wirklich funktioniert, sind Spenden. Hierfür genügt es nicht einfach nur hochwertige und originelle Inhalte zu liefern. Diese sind zwar Voraussetzung, doch um die nötige kritische Masse an Fans zu generieren, ist neben Kreativität vor allem Sitzfleisch Pflicht, denn Sie möchten Ihre Nutzer langfristig binden – mehr noch, sie sollen für Ihr Projekt freiwillig zahlen. Das gelingt nur in Ausnahmefällen, kann dann jedoch zu enormen Erfolgen führen, da in der Theorie bereits eine dreistellige Zahl an hartgesottenen Fans ausreicht, um sich gut zu finanzieren. Seiten wie Patreon bieten empfehlenswerte Anlaufstellen für Spendenaktionen.

5. Verkauf von Webprojekten (nötiger Traffic: niedrig bis hoch)

Sollte der Plan nicht aufgehen, Sie sich jedoch immer noch sicher sein, dass es nicht an der Idee, sondern eher an der Ausführung liegt, dann können Sie sich überlegen, Ihr Projekt zu verkaufen.

Die Monetarisierung einer Webseite ist kein Zuckerschlecken und erfordert Geduld und Erfahrung. Portale wie sugox.de können hier als Anlaufstelle dienen, um für das vielversprechende Projekt doch noch gutes Geld zu bekommen. Die Preise starten üblicherweise im niedrigen vierstelligen Bereich. Der Vorteil: Sieht ein Interessent großes Potenzial in der Idee, kann durchaus die Kasse klingeln. Sie sollten jedoch auch keine Wunder erwarten, denn zumindest das Grundgerüst Ihrer Seite muss absolut überzeugend sein, wenn zahlungswillige Investoren den Geldbeutel zücken sollen.

Fazit

Die Möglichkeiten der Monetarisierung von Webseiten sind mannigfaltig. Selbst mit niedrigem Traffic kann man theoretisch gutes Geld verdienen. Geschickt, strategisch und überlegt muss man jedoch in jedem Fall vorgehen. Es gibt wie bereits beschrieben keinen Königsweg, doch Sie sollten nun einen guten ersten Überblick haben, welche Strategien für Ihr Projekt geeignet sein könnten. Fassen wir abschließend die Erkenntnisse zusammen, um Traffic, Aufwand und Potenziale ins Verhältnis zu setzen.

Klassische Werbung, wie AdSense erfordert hohen Traffic, eher geringen Aufwand, bringt jedoch meist einen vergleichsweise geringen Ertrag. Affiliate-Marketing lohnt sich ebenfalls erst mit hohem Traffic so richtig, erfordert bereits höheren Aufwand, bietet dafür jedoch auch recht gute Ertragsmöglichkeiten. Bei Spenden ist kein hoher Traffic nötig, jedoch ist der Aufwand deutlich höher anzusetzen. Die Umsatzpotenziale bei Spenden sind dafür vergleichsweise gering: Wenige Anbieter schaffen es signifikante Beträge zu erhalten.

Onlineshops oder der Verkauf von Services hingegen bieten hohe Erwerbspotenziale, erfordern jedoch ebenso viel Aufwand. Das Plus: Der nötige Traffic kann hierbei durchaus niedrig sein. Die wortwörtlich letzte Option bietet dann der Webprojektverkauf. Je nach Stand, sind hier hohe Umsätze möglich. Auch der dafür nötige Aufwand kann (muss nicht) recht niedrig ausfallen. Hoher Traffic ist im Idealfall keine Voraussetzung, doch schadet sicherlich auch niemals.

Nun, da Ihnen die Grundlagen bekannt sind, können Sie beherzt voranschreiten. Erstellen Sie anhand ihres neu erworbenen Wissens einen Plan, durchdenken Sie Ihre künftigen Vorgehensweisen und lesen Sie sich bei Bedarf tiefer in die jeweiligen Thematiken ein.

 

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